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Ein Baseballspiel wird von zwei Teams mit jeweils neun Spielern bestritten. Von der Schlagmannschaft ist zunächst nur der Schlagmann (Batter) im Spiel, von der Feldmannschaft dagegen das ganze Team. Punkten kann nur die jeweilige Schlagmannschaft. Der Werfer (Pitcher) von der Feldmannschaft wirft von einem 25 cm hohen Hügel (im Softball ohne Hügel), den knapp 150 Gramm schweren Lederball seinem Fänger (Catcher), in 18,45 m (in Softball 12m) Entfernung, zu. Vor dem Fänger steht der Schlagmann des Gegners und versucht, den zwischen Knie- und Achselhöhe geworfenen Ball mit seinem Schläger so weit wie möglich ins Feld zu schlagen. Trifft er den Ball, wird er zum Läufer (Runner) und rennt zum ersten von vier Malen (Bases), die in einem Quadrat von 27,43 m (in Softball 18 m) Seitenlänge zu einander angeordnet sind. Schafft er es, alle vier Bases - und zwar gegen den Uhrzeigersinn - zu überlaufen, erzielt seine Mannschaft einen Punkt (Run). Die Spieler der Feldmannschaft dagegen versuchen, ihn an seinem Run zu hindern, indem sie ihn entweder mit dem von ihnen aufgenommenen Ball berühren, oder den Ball dem Mitspieler an der nächstliegenden Base zuwerfen, eher der Runner dort ankommt. Steht ein Runner auf einer Base, kann er dort von den Gegnern nicht mehr "ausgemacht" werden. In diesem Fall tritt für die Schlagmannschaft der nächste Batter an. Trifft auch er den Ball, muss der erste Runner weiter vorrücken, um die Base freizumachen. Ob er nur bis zur nächsten Base läuft oder seinen kompletten Run vollendet, hängt davon ab, wohin sein Teamkollege den Ball schlagen konnte und wie lange die Feldmannschaft braucht, diesen an einen ihrer Männer an den Bases zurückzuwerfen. Die Teams wechseln, wenn drei Spieler der Schlagmannschaft nacheinander "ausgemacht" wurden. Das kann auf dreierlei Art erfolgen: 1. Wenn ein Runner wie oben beschrieben "ausgemacht" wird. 2. Wenn die Feldspieler einen geschlagenen Ball direkt aus der Luft fangen. 3. Wenn der Batter dreimal hintereinander einen vorschriftsmäßig geworfenen Ball nicht mit dem Schläger trifft. Ist jedes Team einmal Schlagmannschaft gewesen, ist ein Durchgang (Inning) vorbei. Ein Spiel geht über neun Innings. Baseball wird also nicht auf Zeit gespielt - eine Partie dauert im Durchschnitt zwischen zwei und drei Stunden. Steht es nach den neun Innings unentschieden, muss verlängert werden, bis eine Mannschaft nach einem Inning vorn liegt. Das Spannendste während einer Partie ist in der Regel das Duell zwischen Pitcher und Batter. Der Werfer versucht, den Ball seinem Catcher so trickreich zuzuwerfen, dass der Schlagmann keine Chance hat, die zwischen 80 und 160 km/h schnelle und rund sieben Zentimeter dicke Lederkugel zu treffen. Damit der Catcher weiß, auf welche Art der Pitcher den Ball werfen wird, verständigen sich die beiden über ein geheimes System von Fingerzeichen. Verfehlen vier Bälle des Pitchers die "Strike Zone", jenes imaginäre Rechteck zwischen Knie- und Achselhöhe, darf der Schlagmann auf die erste Base vorrücken, ohne überhaupt einen Ball getroffen zu haben.
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