WWanderers sind Vizemeister

Das Herren-Team der Vienna Wanderers ging am Samstag mit einem 3-2 Rückstand in Spielen in das letzte Wochenende der Best of Seven Serie um den Staatsmeistertitel.

Do or die hieß es somit von Anfang an und Hiroyuki Sakanashi schickte erneut Christian Tomsich ins Rennen, der heuer noch kein Spiel verloren hatte. Gleich zu Beginn musste Tomsich einige Hits der Athletics hinnehmen, wodurch diese sehr schnell mit 3:0 in Führung gehen konnten.

Auf der anderen Seite stand den Wanderers Steven Johnson gegenüber, der wie schon oft dieses Jahr einen guten Tag erwischte. Über lange Zeit war er dominant und gab unseren Burschen keine Chance.

Brandt out Finale

Christian Tomsich fand nach Startschwierigkeiten seinen Rhythmus und verhinderte jegliche Offensivgefahr auf Seiten der Attnanger. Im achten Inning, beim Spielstand von 3:2 für die Athletics, kam Chet Lauer als erster an die Platte und erreichte gleich die erste Base. Anschließend konnten Andrew Oberthaler und Felix Zimmerle mit Back to back Doubles den Tying-Run nach Hause bringen. Ein Infield Single von Christoph Hoscher scorte das 4:3 für die Wanderers und bescherte ihnen die erste Führung des Spiels. Ein Pinch Hit Walk von Hiroyuki Sakanashi und ein Sac-Fly von Benjamin Husty brachte Felix Zimmerle für das 5:3 über die Platte.

Christian Tomsich ließ anschließend nichts mehr anbrennen und beendete das Spiel zugunsten der Wanderers.

game6 ende

In Spiel Sieben der Serie stand für die Athletics Ryan Rupp auf dem Hügel. Dieser machte seinen Job wie schon in Wien sehr gut und konnte mit guten Pitches zu richtigen Zeitpunkten großteils die Wanderers Offensive kontrollieren.

Auf Seiten der Wiener wurde erneut Christoph Vanas das Vertrauen von Sakanashi ausgesprochen. Auch er konnte über lange Zeit das Offensivspiel der Attnanger kontrollieren.

Im siebten Inning brach die Offensive der Attnanger allerdings aus und gefühlt jeder in der Lineup konnte plötzlich einen Hit lande. Schlussendlich gingen die Wanderers mit einem 9-3 Rückstand aus dem Inning. Fabian Hirnschal ließ zwar anschließend am Mound nichts mehr für die Attnanger zu, allerdings konnte die Wiener Offensive den zu großen Rückstand nicht mehr aufholen.

Postgame Finale

Spiel Sieben ging an die Attnang-Puchheim Athletics.

Die Vienna Wanderers möchten sich an dieser Stelle bei den Athletics für eine hart umkämpfte, aber immer sehr faire Serie bedanken und ihnen zum Meistertitel gratulieren.

Rückblickend auf die Saison sagt Hiroyuki Sakanashi:“ Wir haben im Vergleich zum letzten Jahr einige Starter verloren, weshalb heuer das Ziel war, ein neues Team zu formen. Zu Beginn der Saison war klar ersichtlich, dass einigen noch die Erfahrung fehlte und wir deshalb unsere Schwierigkeiten hatten in die Saison zu finden. Nachdem Chet ins Team kam, merkte man allerdings, dass jeder anfing seine Rolle im Team zu finden und zu verstehen. Je mehr Spiele wir spielten, desto besser Funktionierte das Teamgefüge. Es entstand ein guter Mix aus Alt und Jung und das Team konnte bis zum Ende hin immer mehr Selbstvertrauen tanken.

In der Finalserie konnte man sehen, dass wir verdient in die Serie gekommen sind. Wir haben den Attnangern alles abverlangt und am Ende war wohl die unterschiedliche Spielerfahrung der Spieler der Unterschied.

Wir dürfen stolz auf uns sein. Als einziges Team haben wir uns ohne ausländischen Pitcher durch die Saison gekämpft, und dass wir so weit gekommen sind, zeigt wie viel Potential in unseren jungen Spielern steckt.

Hiro Finale

Die Dichte an jungen Spielern wird für nächste Saison eine gute Competition bringen und jeder muss hart an sich arbeiten um in der Startaufstellung zu sein. Wir sind auf einem guten Weg und ich freue mich auf 2018.“

Auch Benjamin Husty hatte ein paar Worte für uns:“ Am Anfang der Saison war mit viele jungen Spielern und einigen Verletzungen ein Finaleinzug nicht unbedingt zu erwarten. Je länger die Saison ging, desto mehr zeigte sich, dass wir mit der Menge an Talent sehr wohl mit allen Teams mithalten konnten. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr auf den heurigen Erfahrungen aufbauen und wieder zur richtigen Zeit einen Lauf bekommen.“